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Kompost – Checkliste: Wie du es dir einfach machst

Kompost – das „schwarze Gold“
Einer der berühmtesten Reichen ist: Onkel Dagobert.
Wie macht er das?
Er sammelt jeden noch so kleinen Kreuzer in seinem riesigen Geldspeicher.
Er investiert sein Geld gut.
Er nimmt sämtliche Schwierigkeiten auf sich, seinen Goldschatz zu vergrößern.

Was können wir von Ihm lernen?
Wie Onkel Dagobert sammeln wir alle organischen Gartenabfälle für unseren Kompost.
Wir geben die Komposterde an unsere Pflanzen, damit sie gut wachsen.
Doch diesen Fehler machen wir nicht:
Wir nehmen nicht sämtliche Schwierigkeiten auf uns. Wir machen es uns einfach.

Ich zeige dir wie:

Bodenkontakt

Ich empfehle zwei Komposter. Einer wird befüllt, der andere rottet vor sich hin.
Sie sollten unbedingt direkt auf der Erde stehen. Regenwürmer und andere Bodenlebewesen brauchen Zugang zum Kompost. Sie machen die Hauptarbeit und wandeln die Pflanzenabfälle in Humus um.
Wie das genau geht kannst du hier nachlesen: Prozess


In einem Teelöffel Kompost sind Millionen von Mikroorganismen


Wohin? Schattig und praktisch gelegen

Am besten verrottet der Kompost, wenn es immer schön feucht ist. Also an einer schattigen Stelle. Wird es im Sommer arg heiß und trocken, darf der Kompost auch ruhig einmal gegossen werden. Angeblich reift der Kompost besonders schnell, wenn er unter einem Holunderbaum steht. Habe ich gemacht und ich kann jetzt nichts gegenteiliges behaupten. Kompost und auch Holunder gedeihen prächtig nebeneinander.

Kopmoster unter Holunder

Der Weg von Küche zu Kompost sollte nicht zu lang und umständlich sein. Geht man diesen Weg ja durchaus täglich. Nicht nur das Befüllen, auch das Umsetzen und Entleeren benötigt Platz. Plane also genügend Raum ein, um auch mit dem Schubkarren gut hinzukommen.

Richtig schichten

Beginne mit Sachen wie Zweige oder Holzhäcksel. Am besten schichtet man abwechselnd feines und grobes Material luftig auf. Ich habe immer einen Asthaufen neben dem Kompost liegen, so dass ich diese zu den feinen Gartenabfällen zugeben kann. Ich achte einfach darauf, dass die einzelnen Schichten nicht zu dick werden
Eine zu dicke Schicht feines Material, z.B. Rasenschnitt, kann zu faulen anfangen. Schichtet man zu viel grobes Material auf, z.B. Äste vom Baumschnitt, fängt es gar nicht an zu verrotten oder nur sehr langsam.
Wenn so etwas passiert, dann vermischt man einfach die Schichten nachträglich miteinander.

Was darf drauf?

Ungekochte Gemüseabfälle aus der Küche, Pflanzenabfälle aus dem Garten und Laub. Zweige sollten zerkleinert werden, dann verrotten sie um so schneller. Rasenschnitt darf nicht zu dick aufgetragen werden, sonst fault er oder erhitzt sich stark.


Tipp: Ich verwende Rasenschnitt auch als Mulchschicht zwischen Gemüse und unter Beerensträucher. Dann trocknet der Boden nicht aus, es muss weniger gegossen werden und Wildkräuter haben es schwerer dort zu wachsen. Das nennt sich Flächenkompostierung oder Mulchen.


Unkraut-Samen sollte man tunlichst nicht auf den Kompost geben. Ich ignoriere das standhaft und finde dann natürlich überall meine geliebten und auch ungeliebten Wildkräuter im Garten wieder. Allerdings glaube ich, dass sie sich sowieso verbreiten würden. Deshalb ignoriere ich weiter.


Tipp: Lästige Wurzeln von Quecke, Winde, etc. lässt man am besten vorher trocknen. So wachsen sie auf dem Kompost nicht munter weiter.


Geliebter Löwenzahn 🙂

Kompost umsetzen

Ich setze den Kompost einmal im Jahr im Frühjahr um. Ich löse den fertig verrotteten Kompost, der nach Walderde duftet, komplett auf.
Unverrottetes, das sich leicht aussortieren lässt, gebe ich wieder auf den zweiten Komposter. Der ab jetzt ruhen darf. Der abgeräumte Komposter darf nun wieder über den Sommer neu gefüllt werden.
Und ja, auch im Winter gebe ich Apfelbutzen und Co. auf den Kompost. Es verrottet zwar in dieser Zeit nichts, doch die Amseln freuen sich sehr über dieses Futter.
Ich siebe die Kompost-Erde nicht, weil mich die gröberen Stücke nicht stören. Wer mag, kann natürlich sieben.

Verwendung

Die nahrhafte Kompost-Erde wird auf Gemüsebeete, unter Beerensträucher und Apfelbäume verteilt. Dort wo viel Energie für neues und kräftiges Wachstum gebraucht wird.


Tipp: Eine Schaufel voll Kompost-Erde in einem Eimer Wasser aufgelöst ergibt einen prima Flüssigdünger.


So geht’s noch schneller und besser ODER Das ist mir zu aufwändig und ich mache es nicht

  • Mehrmals im Jahr umsetzen: Der Kompost kann auch schon bevor er komplett fertig ist umgesetzt werden. D.h. man löst ihn wie oben beschrieben auf in fertige Erde und den Rest. Mischt diesen gut durch und setzt ihn wieder neu auf. Dann verläuft die Rotte schneller. Ich habe von Gärtnern gehört, die das alle zwei Monate machen.
  • Sieben: Wer feine Erde ohne störende Stückchen haben möchte, der siebt die fertige Komposterde. Man kann die Erde z.B. mit der Schaufel durch ein Kompost-Sieb werfen.
  • Kompost-Beschleuniger: helfen die Rotte zu verkürzen. Dazu wird das Mittel nach jeder größeren Schicht auf den Kompost gestreut.

Fazit

Auch mit wenig Aufwand bekomme ich sehr gute Kompost-Erde.

Wie Dagobert Duck in seinem Goldberg kann ich in wunderbarem Humus wühlen und an meinem nach Walderde duftenden „schwarzen Gold“ schnuppern (Mal ehrlich, das riecht bestimmt besser als Dagoberts Gold-Taler).

Kompost - das schwarze Gold

Hast du schon einen Kompost? Was sind Deine Tipps für einen tollen Humus? Schreibe gerne in die Kommentare.

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Liebe Grüße
Martina

Pflanzenschnitt – die einfache Anleitung

Endlich Frühling! – Hast Du Deinen Garten schon aufgeräumt und mit dem Pflanzenschnitt begonnen?
Noch nicht???
Sehr gut!!!

Sehr gut? Ja genau. Des Deutschen Gründlichkeit ist hier fehl am Platz.
Warum? Mittags räkeln sich Mensch und Feuerwanze in der prallen Sonne.
Verschwindet sie am Horizont kuscheln wir uns unter Laub- und Sofadecken.
Willst Du Deine Sofadecke jetzt hergeben? Oder gar dein ganzes Sofa nebst Bett und Winterdecke? Nein? Genauso geht’s den Krabblern draußen in der Frühlings-Frostnacht.

Feuerwanzen beim Sonnenbaden

Obwohl Schneeglöckchen und Haselblüte den Vorfrühling ankündigen ist’s nachts noch eisig kalt. Schere und Rechen dürfen noch im Schuppen bleiben. Warte also bitte noch mit dem Pflanzenschnitt.

Ja, wann darf ich denn dann?

Aufräumen? Am besten erst, wenn die Forsythie blüht. Dann drohen keine Nachtfröste mehr.
Und schneiden? Das kommt drauf an…

Muss ich denn?

Willst Du…

  • eine kompakte Hecke, solltest du die Heckensträucher mehrmals im Jahr schneiden.
  • Obst, dann solltest Du die Obstbäume regelmäßig schneiden, denn sie tragen am Besten an jungen Trieben.
  • dichte Büsche, dann solltest Du sie regelmäßig verjüngen, damit sie nicht von unten her verkahlen.
  • üppige Blütenpracht, dann hilfst Du den Pflanzen mit einem Rückschnitt.

Wann?…

… es kommt drauf an welche Pflanze.

Vorfrühling (Blüte Schneeglöckchen)

Der Pflanzenschnitt an Apfel-, Birnbäumen und Weinreben kannst Du ab Beginn der Schneeglöckchen-Blüte bis zum Beginn der Forsythien-Blüte durchführen.
Das Wetter sollte trocken sein, am besten bedeckt und nicht eisig kalt. Der Baum soll sich ja gut vom Schnitt erholen und nicht unnötig gestresst werden.
Empfindliche Obstbäume wie Pfirsich, Kirsche, Zwetschge werden jetzt in Ruhe gelassen. Sie bekommen einen Sommerschnitt nach der Ernte.

Erstfrühling (Blüte Forsythie)

Wenn die Forsythie beginnt zu blühen werden

  • verblühte Pflanzenstängel von mehrjährige Stauden, wie z.B. Oregano, Johanniskraut, Fetthenne, Zitronenmelisse und Herbstaster, entfernt.
  • Sträucher, wie Kornelkirsche, Felsenbirne, Flieder, Weigelie, Forsythie, Schneeball ausgelichtet und zurückgeschnitten.
  • Ebenso Beerensträucher, wie rote Johannisbeere und Stachelbeere, Himbeeren und Brombeeren.
  • Empfindliche Pflanzen, wie Rosen, Lavendel, Salbei, Sommerflieder, Hortensie freuen sich auch, wenn bis jetzt gewartet wird.
Über den Sommer

Entferne hin und wieder Verblühtes, damit die Pflanze kräftig neue Blüten bilden kann, z.B. verwelkte Rosenblüten

Herbst

Im Herbst braucht es keinen Pflanzenschnitt. Am besten lässt Du vertrocknete Blütenstängel und Samenstände stehen und Laub im Beet liegen.
Viele Insekten überwintern in den verschiedensten Entwicklungsstufen (als Ei, verpuppt, als Raupe oder in Kältestarre) versteckt an Blütenstängeln oder im trockenen Laub.

Gräser kannst Du zusammenbinden, damit sie nicht durch Schnee auseinandergedrückt werden.

Samen, von z.B. wilder Karde, Nachtkerze, Sonnenblume,… sind tolles Vogelfutter und geben dem Garten so im Winter Struktur.
Ist alles bereits im Herbst abgeschnitten wirkt der Garten öde und leer.

Fetthenne mit Schneehütchen 🙂

Von der Wiese sollte das Laub entfernt werden, damit das Gras nicht leidet. Du kannst es auf den Komposthaufen geben oder auf Staudenbeete, unter Beerenbüsche und Obstbäume verteilen. Dort dient es als Kälteschutz für Tier und Pflanze und wird nach und nach zu feinem Humus zersetzt.

Wie wird denn geschnitten?

Pflanzenschnitt für die häufigsten Blumen und Sträucher im Garten.

Sträucher, wie z.B. Kornelkirsche, Felsenbirne, Flieder, Weigelie, Forsythie, Schneeball,..

Gerade bei Blüh-Sträuchern sieht man oft den „Hausmeisterschnitt“: Mit der Heckenschere einmal außen rum und gut. Bei Buchs und Hecken ist das wunderbar. Nur bei freiwachsenden Sträuchern erreicht man damit nur, dass die Büsche von unten her verkahlen. An den Schnittstellen treiben die Äste neu und kräftig aus. Im Strauchinneren fehlt dadurch das Sonnenlicht und das Wachstum wird dort gehemmt.

Ein besserer Pflanzenschnitt ist alle paar Jahre ein Auslichten des Strauchs. Auch wenn er zu groß wird, sollten Äste gezielt entfernt und nicht nur gekürzt werden.
Blüht oder treibt ein Ast nicht mehr gut aus, ist er schon zu alt. Er wird komplett entfernt. Dafür wachsen neue junge Triebe nach.

Tipp: Massive Eingriffe und Rodungen sind nur von November bis Ende Februar erlaubt. Der Pflegeschnitt darf auch von März bis Oktober erfolgen. Trotzdem sollte hier gerade beim Heckenschnitt auf nistende Vögel geachtet werden.

Sommerflieder

Sommerflieder wird im Frühling kräftig um die Hälfte und mindestens auf 1 m zurückgeschnitten. Überalterte Triebe können ganz entfernt werden. So wächst er kräftig und blüht schön, ist allerdings bis zum Frühsommer wenig attraktiv.

Johannisbeere und Stachelbeere

Ältere vierjährige Triebe werden komplett abgeschnitten und dafür junge Triebe stehengelassen. insgesamt ca. 10 bis 12 Bodentriebe. Für einen lockeren Wuchs werden an Zwei bis dreijährige Triebe zu dicht stehende Seitentriebe entfernt.

Himbeere

Alte Himbeerruten, die im letzten Sommer Früchte hatten werden komplett entfernt.

Brombeere

Bei Brombeeren werden die Langtriebe, die im letzten Jahr getragen haben, entfernt. Von den neu nachgewachsenen kann je nach Platz ein oder zwei Triebe stehengelassen werden. Die Seitentriebe der langen Ruten, werden auf drei Knospen zurückgeschnitten.

Lavendel

Der duftende Halbstrauch wird am besten zwei mal im Jahr geschnitten. Im Sommer nach der Blüte werden die abgeblühten Stiele bis zu den ersten Blättern gekürzt. Nicht mehr, denn die mediterrane Pflanze benötigt ihre Blätter für den Kälteschutz im Winter.

Tipp: Lavendel blüht an geschützter Stelle bis spät in den Herbst – hier lasse ich die Stängel als Winterschmuck stehen.

Der Hauptschnitt erfolgt im Frühjahr – ab März, wenn die Forsythie blüht. Dann wird der Lavendel in halbkugeliger Form auf etwa ein Drittel zurückgeschnitten.
Warum? Schneidet man den Lavendel nicht, verkahlt er von unten her und sieht ziemlich zerrupft aus.

Schnitt am Lavendel
Salbei

Salbeistauden, die ich für Tee verwende schneide ich im Frühjahr kräftig zurück. Ich schneide die Stängel fast komplett bis zu den ersten Knospen am Ansatz weg. Dann treibt der Salbei wieder kräftig aus und verholzt wenig.

Tipp: Für blühenden Salbei schneide ich nur im Spätsommer das Verblühte weg. Ansonsten gar nicht.

Mehrjährige Stauden, wie z.B. Oregano, Johanniskraut, Fetthenne, Zitronenmelisse, Herbstaster

Im Frühling sind bereits gut die neuen Blätter am Boden zu sehen. Die verblühten Stengel können nun bodennah abgeschnitten werden, ohne die neuen Triebe zu verletzen.

Tipp: Bei meinen hohen Herbstastern kürze ich im Juni die äußeren Stängel um ca. die Hälfte. Dann verdecken diese die kahlen, im Herbst unansehnlich werdenden langen, inneren Triebe und verhindern das Auseinanderfallen der Staude.

Bauernhortensie

Im Frühling sieht man die dicken neuen Blütenknospen sehr gut. Direkt oberhalb wird die alte Blüte und Stängel entfernt. Vergreiste Triebe, die kaum noch blühen, werden am Boden entfernt.

Rosen
Einmal blühende Rosen (Hagebutte)

Verblühte Triebe nur entfernen, wenn ein Verjüngungsschnitt notwendig ist, d.h. die Triebe im Weg sind.Meistens treiben diese Rosen durch Schnitt auch umso stärker wieder aus.

Öfterblühende Rosen

Über den Sommer regelmäßig Verblühtes entfernen, dadurch hat die Pflanze mehr Kraft für die nächsten Blüten. Hier schneidet man bis zum ersten 5er-Blatt. Ein starker Rückschnitt erfolgt im Frühling. Sehr alte Rosen, die nicht mehr gut wachsen, können auf 3 bis 5 Knospen zurückgeschnitten werden.

Kletterrosen

Hier schneidet man im Frühling die kleinen Seitenäste der langen Triebe auf 2 Knospen zurück. Alte Triebe (ca. 7 Jahre) entfernt man komplett.

Tipp: Du bist Die unsicher, ob Deine Pflanze überhaupt noch lebt? Kratze mit dem Fingernagel an der Rinde, kommt es grün zum Vorschein, lebt der Ast noch.

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Liebe Grüße
Martina

Jahres-Gartenkalender 2021

Jahres-Gartenkalender zum Downloaden

Heute habe ich den ersten Frühlingsboten in meinem Garten entdeckt. Witziger Weise als ich die Weihnachts-Tannenzweige zum Kompostplatz gebracht habe, erblickte ich auf dem Rückweg pink, leuchtend das erste Alpenveilchen.

Da wird bei mir immer die im Winter schlummernde Gartenlust geweckt. Am liebsten würde ich sofort was Neues anpflanzen, Gemüsesamen kaufen und anfangen Verblühtes abzuschneiden.

Doch Halt! – so schnell geht es nicht. Das ist ja auch wieder das Schöne am Naturgarten, dass man als Gärtner sich auch möglichst dem Rhythmus der Natur anpasst. Winterzeit bedeutet Vorbereitung auf das kommende Gartenjahr: Die Natur arbeitet im Verborgenen: Zwiebeln warten auf den Moment zum Austreiben, Knospen werden immer dicker, …

Als Gärtner habe ich nun genug Zeit für die Gartenplanung.
Am Anfang aller Aktivitäten im Garten sollte nämlich ein wenigstens etwas durchdachter Plan stehen:

  • Wo und was will ich denn anpflanzen?
  • Und wann geht das?
  • Welches Gemüse will ich denn überhaupt anbauen?
  • Und wann ist der beste Zeitpunkt für den Rückschnitt der einzelnen Pflanzen?

So habe ich mir für euch heuer einen Jahres-Garten-Kalender erstellt. Als Basis dafür dient der Phänologische Kalender (darüber habe ich schon hier ausführlich berichtet), nach dem ich mich immer sehr gerne richte.
Zu jeder Jahreszeit sind die wichtigsten Gartenarbeiten notiert. Dazu ist Platz für eigene Beobachtungen, Pflanzen-Wünsche und sonstige Notizen.

Ausgedruckt auf DIN A3 und aufgehängt, sollte der Planung nichts mehr im Wege stehen.
Ich notiere mir gerne Beobachtungen, wie z.B. wann die Kröten im Frühling an den Teich kommen, Besonderheiten, wie die Sichtung eines Eisvogels,… Aufgehoben ergeben die Jahres-Kalender, dann so etwas wie ein Garten-Tagebuch.
Hier kannst Du Dir den Kalender herunterladen.

Mal sehen, was das neue Gartenjahr so bringt. Ich werde euch auf alle Fälle mit neuen Ideen, Beispielen und Inspirationen aus meinem Garten auf dem Laufenden halten.

Ich möchte dazu beitragen, dass Du gut durch den Dschungel an Informationen, die es zum Thema Gartengestaltung und Naturgarten gibt, kommst und viel Spaß und Freude an Deinem Garten hast.
Wenn Du dazu Fragen und Anregungen hast, schreibe mir gerne.

Ich wünsche Dir einen guten Start ins neue Gartenjahr

Martina

Jetzt im Herbst für Frühling sorgen

Im Herbst, wenn die Tage kürzer werden und das Gartenjahr sich dem Ende zuneigt, können wir dennoch etwas für den bunten Frühling tun. Gerade plumpsen die reifen Kastanien vom Baum und zeigen uns, es ist Vollherbst (Phänologischer Kalender!). Und das ist gerade die richtige Zeit, um Blumenzwiebeln zu setzen.

Viele Frühlingsblüher sind Zwiebelpflanzen und jetzt im Herbst gesteckt blühen sie im nächsten Frühling. Wundervoll, wenn es dann im tristen Braun und Grau bunt hervor blitzt.

Toll ist es auch hier wieder auf heimische oder zumindest insektenfreundliche Sorten zu achten. Geeignet wären da z.B. Schneeglöckchen, Elfenkrokus, Traubenhyazinthe, Wildtulpe. Der Vorteil dieser Sorten ist ihre Langlebigkeit und Vermehrfreudigkeit. Ich bin ein großer Fan alter Gärten, die im Frühjahr ein Meer aus Schneeglöckchen und Elfenkrokus sind.

Wo ist ein geeigneter Platz?

Damit Schneeglöckchen, Narzissen und Co lange Jahre schön und kräftig wachsen, sollte das verwelkte Laub so lange an der Pflanze gelassen werden bis es vertrocknet ist. So kann die Pflanze die Kraft für die nächste Saison in der Zwiebel speichern.

Damit unser menschliches, Ordnung gewöhntes Auge damit klar kommt (o.k. der Mensch, dem Auge dürfte das herzlich egal sein 😉 ) setzt man die Zwiebeln der Frühblüher am besten zwischen andere Pflanzen im Blumenbeet, im Blumenkasten oder in eine Blumenwiese. So wird das welke Laub von den im Laufe des Frühjahrs größer werdenden Sommerblühern verdeckt. Vom Gärtner vergessen kann es in Ruhe vor sich hinwelken und zu Humus werden.

Da wir schlauerweise nur frostfeste Zwiebelblumen gesetzt haben, müssen wir uns auch nicht mehr erinnern. Umso schöner ist die Überraschung im Frühjahr. Ich vergesse grundsätzlich, wo ich meine Lieblinge eingesetzt habe und freu mich jedes Frühjahr aufs neue.

Merk Dir diesen Artikel auf Pinterest!

Und so kann dann zum Beispiel die Pflanz-Anordnung in einem Beet aussehen:

Übrigens nicht nur Zwiebelpflanzen, sondern generell alle frostfesten Pflanzen können, solange der Boden noch nicht gefroren ist, gepflanzt werden. Je länger diese jedoch Zeit haben vor dem Winter anzuwachsen, desto besser überstehen sie die kalte Jahreszeit.

Das perfekte Blumenbeet – Teil 2

Im Teil 1 ging es darum wie verschiedene Pflanzen gut kombiniert werden können in Hinblick auf Blatt- und Blütenformen, buntes Laub, Beeren, Rinde und Blüten.
Hier im 2. Teil erzähle ich Dir meine Tipps und Tricks für ein schönes und pflegeleichtes Blumenbeet und zeige drei Pflanzvorschläge.

Standort + Bodenbeschaffenheit

Nicht nur das Aussehen der Pflanzen ist bei einem Blumenbeet wichtig, sondern auch die Lage des Beetes. Ist dort volle Sonne oder Schatten, ist der Boden trocken oder eher feucht, ist es dort nährstoffreich oder sehr mager? Du solltest nur Pflanzen wählen, die sich dort auch wohlfühlen. So wird zum Beispiel eine Rose auf der schattigen Nordseite nie gut gedeihen, Waldgeißbart oder Hortensie freuen sich dagegen über einen halbschattigen Platz. Nicht ohne Grund gedeiht das, was gemeinhin Unkraut genannt wird, am besten: es sucht sich nämlich seinen Platz selbst. Denn wenn die Pflanze am richtigen Standort steht, blüht sie schön, wächst gesund und ist daher pflegeleicht.

Heimische Pflanze

Je naturnaher ein Blumenbeet und am besten der ganze Garten gestaltet ist desto einfacher ist auch die Pflege. Mehr dazu hier und hier . Am perfektesten an unser Klima angepasst sind die heimischen Pflanzen (Standort!). Sie vertragen problemlos den kalten Winter und säen sich meistens sogar selbst wieder aus. Inzwischen gibt es eine große Auswahl zu kaufen, wenn auch noch nicht überall vor Ort, so ganz gewiss online.

Bodendecker

Um unerwünschtes Wachstum zwischen den Stauden, Sträuchern oder Hecken zu vermeiden ist am schönsten der Einsatz von Bodendeckern. Damit ist keine Folie oder Unkrautvlies gemeint, sondern niedrig wachsende Pflanzen, die durch ihren kriechenden Wuchs den Boden bedecken und anderen Pflanzen wenig Platz lassen sich dort neu anzusiedeln. Das kann je nach Standort z.B. Teppichthymian, Efeu, (Teppich-) Fetthenne, Haselwurz, Storchschnabel, Walderdbeeren oder auch ein Blumensaum an der Hecke sein.

Storchschnabel

Akzente setzen

Das ganze Jahr über ein schönes Beet, bitte gerne 🙂 Im letzten Teil schon gezeigt, gibt es hier viele Möglichkeiten durch Pflanzen. Doch auch große Steine, Schwemmholz, bizarre Wurzeln, Rank-Obelisken oder Kunst-Objekte bringen Struktur ins Beet. Sie bilden das ganze Jahr über einen Hingucker und machen das Beet zu etwas besonderem.

Harmonie

Hast Du zwar viele Blumen in Deinem Beet, aber irgendwie wirkt es so unruhig, kann es sein, dass hier des guten zu viel ist. Beschränke die Auswahl lieber auf wenige verschiedene Pflanzen und setzte gleiche Pflanzen zu Gruppen von 3 bis 7 Pflanzen zusammen (je nach Beetgröße).

Frauenmantel, Storchschnabel und Pfingstrose

Philosophie

Hinterfragen kannst Du auch Deinen eigenen Anspruch an das perfekte Blumenbeet bzw. den perfekten Garten. Was bedeutet für Dich perfekt, was ist Deine Garten-Philosophie? Die Fotos die Du hier oder in Gartenzeitschriften siehst sind natürlich immer der Idealzustand. Auf meinen Fotos siehst Du nicht die verblühten Rosen, die ich kurz vor dem Fotorafieren abgeschnitten habe und die vorher wochenlang wohlwollend von mir „übersehen“ wurden. Du siehst nicht die von Kinderfüssen malträtierte, matschige Winterwiese. Du siehst nicht die Gartenecke, in der gerade gar nichts blüht.
Du bekommst die schönsten Momente bei idealem Tageslicht gezeigt. Meistens aus Perspektiven, die nicht alltäglich sind.
Doch das kannst Du auch für Dich nutzen. Suche Dir die schönste Ecke deines Gartens aus, die Du dann wirklich, mit Klappstuhl oder Decke ausgerüstet, genießen kannst.
Beachte nicht ständig die Baustellen, das Verblühte, das schon längst abgeschnitten werden sollte, das Unkraut das gejätet werden soll. Schau bewußt auf das Schöne, Gelungene in Deinem Garten.

Apropos Unkraut: bei mir gibt es schon lange kein Unkraut mehr im Garten, sondern nur noch Wildblumen, Futterpflanzen für Schmetterlinge und Co., essbare Wildkräuter für meinen Speisezettel. Es wird hie und da in Schach gehalten, jedoch nicht mehr bekämpft. Hast Du schon einmal eine sonnenwarme Löwenzahnblüte gegessen? – Sehr lecker! Und schwupps – kein Unkraut mehr 😉
So macht Garten Spaß 🙂

Beispiele Beetbepflanzung

Zum Schluss gibt es noch drei Pflanzvorschläge für schöne, pflegeleichte Staudenbeete

Staudenbeet Halbschatten, nährstoffreich
Staudenbeet Sonne, nährstoffreich
Staudenbeet Sonne, mager

Viel Spaß im Garten

Martina