Suche
Suche Menü

Gartenrundgang im Juni und Juli

Willkommen

… zu einem Gartenrundgang im Juni und Juli.

Gleich am Gartentor leuchtet pinkfarben die Stockrose. Gut so – dann fällt nicht so auf, dass das Vogel-Futterhäuschen gerade etwas windschief da steht und der hölzerne Torbogen ziemlich morsch ist.

Ihn zu ersetzten habe ich lange vor mir hergeschoben – sehr zur Freude der Blauen Holzbiene.

Groß wie eine Hummel brummt die größte heimische Wildbienenart durch den Garten auf Futtersuche an Akelei und Spanischem Ginster.

Wo legt sie wohl ihre Eier ab? Genau – haha – in meinem morschen Torbogen (dessen Gartentürl jetzt vorerst keiner benutzen darf!) Von meinem Freundentanz gibt’s keine Bilder 😉 Bis zu 30 cm lange Gänge nagt sie ins Holz, da fliegen nur so die Späne. Nur deshalb habe ich sie auch entdeckt. Dort legt sie dann eins nach dem anderen die Eier mit Pollen in Nistzellen ab. Wobei das erste Ei am meisten Pollen bekommt und das letzte gar keine. Die erste geschlüpfte Biene hat somit genug Futter bis die als letzte geschlüpfte den Weg für alle anderen frei macht.

Totholz habe ich vieles im Garten verteilt. Ich finde es sehr dekorativ und ziemlich schnell wird es auch bezogen. Baumstämme, eine alte Wurzel, dicker und dünner Astschnitt – stehend, liegend, oder vergraben – Mieter finden sich zuhauf. Wildbienen bohren sich Brutröhren, Hornissen und Wespen holen sich Baumaterial, Käfer finden Lebensraum. Und gerne schaut auch der Specht vorbei und holt sich sein Futter.

Eine meiner absoluten Lieblinge im Garten ist die Wilde Karde. Als zweijährige Pflanze bildet sie im ersten Jahr eine Blattrosette, aus der im zweiten Jahr die Blüten treiben. Bis über zwei Meter kann sie groß werden, mit vielen Blüten (an einer Pflanze haben wir letzten Sommer über 20 Blütenköpfe gezählt).

Wilde Karde

Die Hummeln lieben sie so sehr, dass sie auch an ihrer Unterseite schlafen oder Schutz vor Regen suchen. Auf meiner Foto-Tour entdeckte ich einen schlafenden Pinselkäfer, den Kopf in den Blüten vergraben.
Im Winter kommen dann die Distelfinken und picken die Samen aus den vertrockneten Blütenständen.

Deko-Elemente dürfen natürlich nicht fehlen. Sie lenken den Blick und sind ein Farbklecks auch wenn gerade nichts blüht.

Gerade wenn es heiß ist – Sukkulenten wie die Hauswurz halten das problemlos aus.

Die Nachtkerze blüht erst in der Abenddämmerung auf. Ihre Gäste sind hauptsächlich die Nachtfalter. Halten die Blüten bis zum Morgen durch, freuen sich auch die Wildbienen darüber.
Die Mangoldblätter leuchten ebenfalls bunt im Gegenlicht. Dekorativ und lecker.

Der Kleine Wiesenknopf hat erst bei näherem Hinschauen eine spektakuläre Blüte – allerdings ist er sehr beliebt bei Biene und Co.

Lavendel bringt Duft und Farbe ins Beet. An einem sonnigen und nährstoffarmen Platz (sandig oder kiesig) blüht er lange und versamt sich sogar.

Immer wieder freue ich mich an tollen Farbkombis wie Jungfer im Grünen und blühender Schnittlauch (Blau + violett)… Lavendel, rosa Rose und gelbes Johanniskraut.

Eine wundervolle Erfahrung ist es die Blütenfarben als Malfarbe zu nutzen. Rose, Storchschnabel, Lavendel… Kreativität pur!

An der Terrasse reifen die Weintrauben – süß werden sie erst im Herbst sein.

Von Frühblühern wie Akelei, Jungfer im Grünen und Mohnblume können bereits die Samen für nächstes Jahr gesammelt werden. Oder man lässt sie einfach selbst aussäen und freut sich wo im Garten sie unerwartet wieder auftauchen.

Doch noch ist Sommer und der beste Platz ist immer noch unterm schattigen Apfelbaum.

Liebe Grüße
Martina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.